Was haben Brennstoffzellensysteme mit unserem Tagesgeschäft bei EMES zu tun? Auf den ersten Blick vielleicht nicht besonders viel. Auf den zweiten Blick eine ganze Menge.

Denn Innovation beginnt nicht immer dort, wo wir uns ohnehin jeden Tag bewegen. Manchmal entstehen die interessantesten Impulse genau dann, wenn wir uns bewusst mit Technologien, Entwicklungen und Fragestellungen beschäftigen, die außerhalb unseres gewohnten Arbeitsumfelds liegen.

Genau diese Erfahrung konnten wir kürzlich bei einem Kompaktkurs zum Thema Brennstoffzellensysteme am ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V. machen.

Gemeinsam mit unserem Außendienstkollegen Knut Hertel haben wir die Gelegenheit genutzt, tiefer in eine Technologie einzutauchen, die zwar aktuell nicht unmittelbar zu unserem täglichen Leistungsportfolio bei EMES gehört, aber viele spannende Berührungspunkte zu Themen wie Energie, Industrie und zukünftigen Anwendungen bietet.

Brennstoffzellentechnologie: mehr als ein Blick in die Zukunft

Brennstoffzellensysteme sind ein gutes Beispiel dafür, wie sich technologische Entwicklungen auf ganz unterschiedliche Branchen auswirken können.

Dabei geht es nicht nur darum, die Funktionsweise einer Brennstoffzelle zu verstehen. Interessant wird es vor allem dann, wenn man das Gesamtsystem betrachtet: Wie greifen einzelne Komponenten ineinander? Welche technischen Anforderungen entstehen? Wo liegen Herausforderungen bei Effizienz, Sicherheit und Integration? Und welche Lösungen werden benötigt, damit aus einer vielversprechenden Technologie eine praxistaugliche Anwendung wird?

Gerade dieser systemische Blick macht solche Weiterbildungen für uns besonders interessant.

Denn auch wenn eine Technologie heute noch nicht unmittelbar zum eigenen Kerngeschäft gehört, können sich daraus Fragestellungen ergeben, die sehr wohl vertraut sind: zuverlässige technische Lösungen, anspruchsvolle industrielle Anwendungen, effiziente Prozesse und das Zusammenspiel verschiedener Komponenten.

Weiterbildung sollte nicht an der eigenen Fachgrenze enden

Im Arbeitsalltag ist Spezialisierung unverzichtbar. Kunden erwarten Erfahrung, technisches Know-how und verlässliche Lösungen in einem klar definierten Fachgebiet.

Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass man sich ausschließlich mit den Themen beschäftigt, die unmittelbar vor einem liegen.

Dabei verändert sich die Industrie kontinuierlich. Neue Energiekonzepte entstehen, Produktionsverfahren entwickeln sich weiter und Technologien, die heute noch als Spezialanwendung gelten, können morgen bereits Auswirkungen auf bestehende Märkte und Geschäftsmodelle haben.

Deshalb verstehen wir Weiterbildung nicht ausschließlich als Vertiefung vorhandenen Wissens.

Sie bedeutet für uns auch, neue Themen kennenzulernen, Zusammenhänge zu verstehen und Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen.

Nicht jede neue Technologie muss unmittelbar zu einem neuen Produkt oder einer neuen Dienstleistung führen. Das ist auch gar nicht der Anspruch. Viel wichtiger ist zunächst, zu verstehen, welche Veränderungen stattfinden und welche neuen Anforderungen daraus entstehen könnten.

Neue Perspektiven entstehen oft an den Schnittstellen

Besonders spannend wird es dort, wo unterschiedliche Fachgebiete aufeinandertreffen.

Energie trifft auf Maschinenbau. Neue Technologien treffen auf etablierte industrielle Prozesse. Forschung trifft auf praktische Anwendung.

An genau diesen Schnittstellen entstehen häufig Fragen, die auch für Unternehmen außerhalb des ursprünglichen Technologiefeldes interessant werden.

Welche Komponenten werden künftig benötigt? Welche Materialien und Verfahren gewinnen an Bedeutung? Wie verändern sich technische Anforderungen? Und welche Kompetenzen lassen sich möglicherweise aus bestehenden Anwendungen auf neue Bereiche übertragen?

Solche Fragen lassen sich nicht immer sofort beantworten. Aber sie überhaupt stellen zu können, ist bereits ein wichtiger Schritt.

Denn wer Entwicklungen früh versteht, kann später fundierter entscheiden, welche davon für das eigene Unternehmen, die eigenen Kunden oder zukünftige Projekte relevant werden.

Neugier als Teil technischer Kompetenz

Unser Besuch beim ICM hat deshalb vor allem eines bestätigt: Technische Kompetenz besteht nicht nur darin, das eigene Fachgebiet möglichst gut zu beherrschen. Sie bedeutet auch, neugierig auf das zu bleiben, was daneben und darüber hinaus passiert.

Der Kompaktkurs zu Brennstoffzellensystemen war für uns eine gute Gelegenheit, neue technische Zusammenhänge kennenzulernen, Fragen zu stellen und eine Technologie aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Was davon irgendwann konkret für unser Tagesgeschäft relevant wird, lässt sich heute vielleicht noch nicht sagen.

Aber genau darin liegt für uns der Wert solcher Einblicke.

Nicht jede Weiterbildung muss unmittelbar eine Antwort liefern. Manchmal ist der wichtigste Effekt, dass sie neue Fragen entstehen lässt.

Unser Fazit: Über den Tellerrand schauen lohnt sich

Vielen Dank an das Team des ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V. für den interessanten, praxisnahen Einblick und den offenen fachlichen Austausch.

Wir nehmen aus dem Kompaktkurs nicht nur neues Wissen über Brennstoffzellensysteme mit, sondern auch einen Gedanken, der weit über dieses Thema hinausgeht:

Wer wissen möchte, welche Möglichkeiten morgen entstehen, sollte sich heute auch mit Themen beschäftigen, die noch nicht zum eigenen Tagesgeschäft gehören.

Denn manchmal beginnt Innovation nicht mit einer fertigen Idee.

Sondern ganz einfach mit Neugier.

Zurück zu News

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

2 × four =